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Herr Blaufalter war ein Lebender. Er bestieg jeden Morgen pünktlich den Zug, fuhr zur Arbeit,
arbeitete dort exakt acht Stunden, bestieg wieder den Zug und fuhr heim.
Seine Augen blickten stets geradeaus, links an einem vorbei, fixierten ein imaginäres Ziel,
das wohl dreißig Kilometer hinter einem oder tausend Jahre davor lag.
Seine Hände sprachen zu einem in einer Weise, die seine Lippen ausdruckslos machten,
seine Augen flackerten wild und waren dabei nicht anwesend.
Fang mich. Komm schon. Es ist leicht, mich zu fangen. Stülpe ein errötendes Netz über mich. Halt mich fest. Lies mir Geschichten vor, koch mir Kakao. Fang mich. Herr Blaufalter aß zu Abend. Ein dünner Strahl hellen Lichtes fiel auf seinen Teller, er nahm ihn auf mit seiner Gabel, wickelte das leuchtende Gespinst auf und aß. Ich habe Angst. Was, wenn du mir zu nahe kommst? Was, wenn mir das nicht gefällt? Ich würde in deinen Armen liegen und du würdest es nicht einmal bemerken, weil ich dich nicht berühre. Herr Blaufalter schlief und schlug vorsichtig mit den Flügeln. Dann erhob er sich in die Luft und flog eine Runde durch sein Zimmer, ehe er wieder erwachte. Liebst du mich? |