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Mit dreizehn nahm ich mein Poesiealbum, riss die bereits beschriebenen Seiten heraus und den mit Blümchen
übersäten Umschlag herunter, dann bemalte ich den Pappendeckel mit schwarzem Filzstift. Jetzt war es mein
Schreibheft.
Später schrieb ich auf einen Block, der, als ich über's Wochenende weg war, von meinen Eltern gefunden und gelesen wurde, worauf man mir untersagte, weiterhin "solches Zeug" zu schreiben. Den Block sah ich nie wieder, somit hat sich das mit dem "Frühwerk gefunden in der hinterletzten Ecke des elterlichen Dachbodens" schon mal erledigt. Ich schrieb auf andere Blöcke, bald darauf am Computer, neben der Arbeit her, in den Pausen, ich speicherte es auf Disketten, und diese gingen verloren. Irgendwann hörte ich auf zu schreiben. Einige Jahre später stieß ich auf ein Literatur-Forum im Internet und dachte mir, ich könnte es mindestens so gut wie die. Und so ging es von vorne los, mit dem Schreiben. Es geht immer wieder von vorne los. Ob das gut ist, wird sich noch herausstellen. Urteilen Sie einfach selbst, nachdem Sie gelesen haben. |